Im Zusammenhang mit der von der Bundesregierung angestrebten Eneriewende fordert der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie Fördergelder für den Abriss und Neubau von Gebäuden. Bei bis zu vier Millionen Wohnungen speziell aus den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts lohne sich der Erhalt nicht, sagte Hauptgeschäftsführer Michael Knipper der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
Bauindustrie: Auch Abriss und Neubau von Gebäuden fördern
Osnabrück (dapd). Im Zusammenhang mit der von der Bundesregierung angestrebten Eneriewende fordert der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie Fördergelder für den Abriss und Neubau von Gebäuden. Bei bis zu vier Millionen Wohnungen speziell aus den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts lohne sich der Erhalt nicht, sagte Hauptgeschäftsführer Michael Knipper der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Hier sei es wirtschaftlicher, die Häuser abzureißen und durch energieeffiziente Neubauten zu ersetzen.
"Wir müssen den Mut haben zum Abriss, wenn die Verschwendung von Finanzmitteln droht", sagte Knipper. Etwa drei Viertel der 40 Millionen Wohnungen in Deutschland seien älter als 30 Jahre. Mehr als 40 Prozent stammten aus der Zeit zwischen dem Zweiten Weltkrieg und der Ölkrise der 70er Jahre. In dieser Zeit habe Energieeinsparung eine untergeordnete Rolle gespielt.
Knipper begrüßte, dass die Bundesregierung in ihrem Konzept zum Atomausstieg verstärkt auf Sanierung von Gebäudehüllen setze. Die dafür vorgesehenen Fördermittel von 1,5 Milliarden Euro seien allerdings zu gering. Die Erhöhung auf zwei Milliarden Euro jährlich sei unverzichtbar.
dapd
