Die langjährige FDP-Politikerin und Publizistin Hildegard Hamm-Brücher erhält die diesjährige Moses Mendelssohn Medaille. Die "Grand Madame des Liberalismus" werde am 16. Juni in München ausgezeichnet, teilte das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien Potsdam (MMZ) am Montag in Potsdam mit.
Moses Mendelssohn Medaille für Hildegard Hamm-Brücher
Potsdam (dapd). Die langjährige FDP-Politikerin und Publizistin Hildegard Hamm-Brücher erhält die diesjährige Moses Mendelssohn Medaille. Die "Grand Madame des Liberalismus" werde am 16. Juni in München ausgezeichnet, teilte das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien Potsdam (MMZ) am Montag in Potsdam mit.
Die Medaille wird seit 1993 an verdienstvolle Persönlichkeiten verliehen, die sich für Toleranz und Völkerverständigung sowie gegen Fremdenfeindlichkeit engagiert haben.
MMZ-Direktor Julius H. Schoeps betonte, Hamm-Brücher werde insbesondere für ihr stetiges Eintreten für Demokratie und Freiheit, Frauen- und Bürgerrechte, die Aussöhnung von Christen und Juden sowie ihre Bemühungen um einen interreligiösen Dialog geehrt. Die Laudatio bei ihrer Auszeichnung werde die Chefredakteurin der Zeitschrift "Literarische Welt", Rachel Salamander, halten.
Hamm-Brücher ist im Mai 90 Jahre alte geworden. Die studierte und promovierte Chemikerin war unter anderem Staatsministerin im Auswärtigen Amt und Vizevorsitzende der FDP. 2002 trat Hamm-Brücher nach 54 Jahren Mitgliedschaft aus der FDP aus. Damit protestierte sie gegen den antiisraelischen Bundestagswahlkampf ihres damaligen Parteikollegen Jürgen Möllemann.
Zu den bisherigen Trägern der Moses Mendelssohn Medaille zählen unter anderen der Dirigent Daniel Barenboim und die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch.
dapd
