"An einem normalen Tag beträgt der Umsatz bei Gemüse 10 Millionen Euro Umsatz bei Gemüse in Folge der EHEC-Krise halbiert

Durch die EHEC-Krise dürften nach Schätzung des Deutschen Bauernverbands (DBV) die Landwirte bislang 50 Millionen Euro an Einnahmen verloren haben. "An einem normalen Tag beträgt der Umsatz bei Gemüse 10 Millionen Euro, derzeit wird es ungefähr die Hälfte sein", sagte ein Sprecher des DBV der Nachrichtenagentur dapd am Montag.

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Umsatz bei Gemüse in Folge der EHEC-Krise halbiert

Berlin (dapd). Durch die EHEC-Krise dürften nach Schätzung des Deutschen Bauernverbands (DBV) die Landwirte bislang 50 Millionen Euro an Einnahmen verloren haben. "An einem normalen Tag beträgt der Umsatz bei Gemüse 10 Millionen Euro, derzeit wird es ungefähr die Hälfte sein", sagte ein Sprecher des DBV der Nachrichtenagentur dapd am Montag.

Vor allem die Zurückhaltung beim Kauf von Salaten, Gurken und Tomaten bringe den Bauern schwere Einbußen. Die Verzehrwarnungen seien gerade während der Hauptwachstumszeit dieser Gemüsearten gekommen. Die Verbraucher seien darüber hinaus jedoch generell verunsichert. "Auch bei Erdbeeren und Spargel wird derzeit weniger gekauft." Ein Umsatzrückgang bei Sprossen würde hingegen die Branche voraussichtlich weniger schwer treffen.

Für die 10.000 deutschen Betriebe mit ihren 120.000 Hektar Land, die unter der EHEC-Krise litten, gebe es derzeit auch kaum Trost durch steigende Verkaufszahlen anderer Gemüsesorten. Da es die Hauptsaison für Salat, Tomaten und Gurken sei, gebe es im Augenblick nur wenig Ersatzgemüse, vor allem für Salate.

Auch eine alternative Weiterverwertung der betroffenen Gemüsesorten sei schwierig. Kochen sei nur bei Tomaten eine Option. "Die Mehrzahl der Tomaten wird jedoch als Frischprodukt gegessen", sagte der Sprecher. Man hoffe nun darauf, dass bald der tatsächliche Ursprung des Erregers gefunden werde. Erst damit könne man eine Normalisierung des Kaufverhaltens erwarten.

dapd