Ist ein Imageproblem schlecht?

Ist ein Imageproblem schlecht?

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Das Handwerk hat Imageprobleme? Welche denn? Negativ kann das Image vom Handwerk nicht sein, denn sonst hätten wir ja wohl keinerlei Probleme. Verfolgt man das Imageproblem der „Gesundheitsindustrie“ inkl. Berufsgenossenschaft mit allen daran Verdienenden, wird es mit Beitragserhöhungen und Zuzahlungen belohnt, über die Gegenleistungen kann sich jeder selbst seine Erfahrungen erzählen. Man betrachte das Image der Politiker, das gemeine Volk muss haltlose Versprechungen, Fehlentscheidungen mit nicht erfassbaren Kosten usw. über sich ergehen lassen, schnallt den Gürtel enger und kann einer Diätenerhöhung nichts entgegenbringen, so kommt man doch gut mit einem vielleicht negativen Image klar. Oder die Banker, so funktioniert Imageverlust meiner Meinung nach richtig, Geld ohne Ende verbraten und den Regierenden erfolgreich klarmachen, was an Zahlungen erwartet wird.

Für mich als Handwerksmeister sind Leute, welche ein hellblaues T-Shirt über ihren Anzug ziehen und sich dann offensichtlich als Retter wägen, nicht wirklich wichtig. Ich bin der Meinung, das Handwerk braucht keine hellblauen Retter, sondern vielmehr Einigkeit und Selbstvertrauen, so wie es uns Politiker, Banker usw. vorleben.

Wir sind die Macher/-innen und deshalb mit jedem Wirtschaftszweig im Land auf Augenhöhe, auch habe ich bis heute noch nicht gefunden, wo geschrieben steht, dass ein oder eine Handwerker/-in weniger verdienen muss als ein Chefarzt, Abgeordneter, Steuerberater oder Zahnarzt bei gleicher Arbeitszeit. Deshalb sollten wir uns auch nicht unter Preis verkaufen und vor allem nicht mit einem hellblauen T-Shirt lächerlich machen, denn das hat nach meiner Meinung kein/e Handwerker/-in für sein/ihr Image nötig. Mag ja sein, dass es anderen gut steht.


Horst Jedamzik,
Bad Windsheim