Im Streit um eine Verlängerung des Baustopps für das Bahnprojekt "Stuttgart 21" hat Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) verhalten auf das Angebot von Bahnchef Rüdiger Grube reagiert. Man werde das Angebot sorgfältig prüfen, doch gebe es erhebliche Zweifel, sagte er am Montag im Deutschlandfunk. Man sei überrascht, wie die Bahn rechne und zu welchen Fristen sie komme.
Erhebliche Zweifel
Köln (dapd). Im Streit um eine Verlängerung des Baustopps für das Bahnprojekt "Stuttgart 21" hat Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) verhalten auf das Angebot von Bahnchef Rüdiger Grube reagiert. Man werde das Angebot sorgfältig prüfen, doch gebe es erhebliche Zweifel, sagte er am Montag im Deutschlandfunk. Man sei überrascht, wie die Bahn rechne und zu welchen Fristen sie komme.
Die Bahn habe sich von sich aus auf das Schlichtungsverfahren eingelassen und sich bis zur Wahl beim Bauen zurückgehalten. "Man könnte auch sagen, sie hat für den ehemaligen Ministerpräsidenten Mappus den Bau unterbrochen - und zwar kostenlos." Jetzt sei es doch erstaunlich, dass die Verlängerung des Bau- und Vergabestopps um einen Monat über 50 Millionen Euro kosten solle. "Das ist nicht sehr nachvollziehbar und deswegen pochen wir darauf, dass die Bahn das jetzt irgendwie plausibilisiert."
Grube hatte in einem Zeitungsinterview einen Baustopp bis zum 15. Juli unter Bedingungen angeboten. Dazu zählt, dass die erwarteten Forderungen der Stadt Stuttgart an die Bahn in Höhe von 33 Millionen Euro übernommen werden müssten. Grube geht davon aus, dass "Stuttgart 21" durch einen bis Juli verlängerten Baustopp voraussichtlich erst ein Jahr später in Betrieb genommen werden kann.
dapd
