Frauenversteher im Korsett
Die Grünen sind immer für eine Überraschung und für intelligente Politikstrategien gut. Was haben wir uns Sorgen gemacht über die Manipulation des menschlichen Erbguts! Und was haben wir schon alles erwogen, um mögliche Eingriffe ins Genom zu verhindern, die dazu führen könnten, dass wir in Zukunft nicht mehr dazu imstande sind, Männlein und Weiblein auseinanderzuhalten.
Cool bleiben, alles kein Problem mehr! Denn wenn es nach einem „Grünen Männer-Manifest“ geht, das aktuell und mit allem erforderlichen Bierernst der Öffentlichkeit vorgelegt wurde, wird Deutschland unisex, will sagen: geschlechtlich neutral. Was den 20 grünen Unterzeichnern so sehr auf der Seele brennt?
Die Gesellschaft sei noch immer „von einem tiefsitzenden Geist der geschlechtlichen Polarität durchflutet“, der Frauen auf ihre Weiblichkeit und Männer auf ihre Männlichkeit reduziere. Folgerichtig bekennen die „männlichen Feministen“ in ihrem Papier: „Wir wollen nicht länger Machos sein, wir wollen Menschen sein.“ Ist das nicht bestrickend?
Da ist sie also, die Lösung all unserer Probleme! „Mensch sein“! Endlich wagen Männer es, die Dinge beim Namen zu nennen: Die Rollenaufteilung in der Gesellschaft führt zu „schweren psychischen Belastungen“ und für uns Männer ist die Geschlechterrolle ein „Korsett“. Was also tun in unserer Not? „Macht abgeben“, raten die Grünen uns Männern, „es lohnt sich!“ Stimmt! Nicht wahr, Frau Merkel?rom