Vor dem Spitzengespräch zwischen Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder zur Energiewende hat Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich vor steigenden Energiepreisen gewarnt. Schon heute gehörten die Energiepreise in Deutschland zu den höchsten in Europa und weltweit, sagte Tillich am Sonntag im Mitteldeutschen Rundfunk.
Tillich warnt vor überhasteter Energiewende
Leipzig (dapd). Vor dem Spitzengespräch zwischen Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder zur Energiewende hat Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich vor steigenden Energiepreisen gewarnt. Schon heute gehörten die Energiepreise in Deutschland zu den höchsten in Europa und weltweit, sagte Tillich am Sonntag im Mitteldeutschen Rundfunk. Durch den von der Bundesregierung beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie dürfe sich das nicht noch verschärfen. "Wir müssen ein Schritttempo vorlegen, das sicherstellt, dass die Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet bleibt", mahnte der CDU-Politiker.
Das Koalitionspapier zur Energiewende habe bereits viele Weichen gestellt. Die Länder erwarteten aber, "dass im Gesetzgebungsverfahren der Umstieg noch viel, viel konkreter beschrieben wird, weil er letztlich für die Bürgerinnen und Bürger bezahlbar sein muss", sagte der sächsische Ministerpräsident. Gleichzeitig dürfte der Ausstieg aus der Atomenergie nicht die Abhängigkeit Deutschlands von Gas- oder Stromlieferungen aus dem Ausland erhöhen. Dabei könne heimische Braunkohle eine wichtige Rolle spielen.
dapd
