De Maizière: Nachricht vom Anschlag "erschüttert uns alle" "Die Häufung der Anschläge sorgt uns"

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière hat mit Bestürzung auf den Tod eines weiteren Bundeswehrsoldaten bei einem Anschlag in Afghanistan reagiert. "Einmal mehr haben wir einen gefallenen deutschen Soldaten und fünf zum Teil schwer verwundete zu beklagen", sagte de Maizière am Donnerstag in Dresden. "Diese Nachricht erschüttert uns alle." Den Verwundeten wünschte er baldige Genesung.

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"Die Häufung der Anschläge sorgt uns"

Dresden/Kundus (dapd). Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière hat mit Bestürzung auf den Tod eines weiteren Bundeswehrsoldaten bei einem Anschlag in Afghanistan reagiert. "Einmal mehr haben wir einen gefallenen deutschen Soldaten und fünf zum Teil schwer verwundete zu beklagen", sagte de Maizière am Donnerstag in Dresden. "Diese Nachricht erschüttert uns alle." Den Verwundeten wünschte er baldige Genesung. Zugleich drückte er den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus.

"Die Häufung der Anschläge sorgt uns", fügte der Minister hinzu. Er betonte zugleich, an dem Auftrag in Afghanistan festhalten zu wollen. "Wir werden in unserem Engagement nicht nachlassen." Die politische Entwicklung müsse aber besser vorangetrieben werden.

"Ich sende in diesen schweren Tagen eine klare Botschaft an die Menschen in Deutschland, an die Männer und Frauen im Einsatz", sagte der CDU-Politiker weiter. "Diese Botschaft sollen aber auch diejenigen hören, die Afghanistan mit brutaler Gewalt zurückwerfen wollen: Vor Gewalt darf man nicht weichen."

Am Morgen war ein deutscher Soldat bei einem Sprengstoffanschlag in der nordafghanischen Provinz Baghlan ums Leben gekommen. Fünf weitere Soldaten wurden verletzt, zwei davon schwer. Den Angaben der Bundeswehr zufolge explodierte ein improvisierter Sprengsatz und traf einen deutschen Schützenpanzer vom Typ Marder. Der Ort des Anschlags liegt etwa 36 Kilometer südlich der Stadt Kundus.

Erst am Samstag waren bei einem Attentat im Norden Afghanistans zwei deutsche Soldaten getötet worden. Drei Tage zuvor war ein Bundeswehrsoldat ebenfalls bei einem Anschlag ums Leben gekommen.

dapd