Grünen-Chef Cem Özdemir zeigt sich im Streit über die schwarz-gelben Atomausstiegspläne kompromissbereit. "Die historische Chance für einen gesamtgesellschaftlichen Konsens liegt jetzt greifbar", sagte er am Mittwoch "Spiegel Online". Die Grünen würden dafür einiges in Kauf nehmen. "Wer verhandelt, muss bereit sein, Kompromisse einzugehen, die können auch schmerzhaft sein. Das ist uns klar."
Özdemir äußert Kompromissbereitschaft in Atomstreit
Hamburg (dapd). Grünen-Chef Cem Özdemir zeigt sich im Streit über die schwarz-gelben Atomausstiegspläne kompromissbereit. "Die historische Chance für einen gesamtgesellschaftlichen Konsens liegt jetzt greifbar", sagte er am Mittwoch "Spiegel Online". Die Grünen würden dafür einiges in Kauf nehmen. "Wer verhandelt, muss bereit sein, Kompromisse einzugehen, die können auch schmerzhaft sein. Das ist uns klar."
Özdemir betonte, seine Partei sei "gerne bereit, uns eines unserer Kernthemen dauerhaft nehmen zu lassen". Er fügte hinzu: "Das wäre doch ein großer historischer Sieg, für den die Anti-AKW-Bewegung jetzt seit drei Jahrzehnten kämpft."
Der Grünen-Chef kritisierte aber, dass es bislang keine Verhandlungen und auch keine Einladung zu Verhandlungen gebe. "Ich habe den Eindruck, Angela Merkel ist vor allem damit beschäftigt, die eigenen Reihen irgendwie zusammenzuhalten." Offenbar suche die Kanzlerin und CDU-Chefin sogar bewusst die Abgrenzung zu den Grünen und lege einen Ausstiegsplan mit Hintertür vor, "um die Atomkraft-Fans in den eigenen Reihen nicht völlig in Rage zu versetzen".
Mit dem bislang vorliegenden Gesetzentwurf versuche die Regierung, eine Laufzeitverlängerung light als Atomausstieg zu deklarieren. "Dieser Gesetzentwurf fällt hinter den rot-grünen Atomausstiegskonsens zurück."
dapd
