Während mit der City BKK eine Betriebskrankenkasse zahlungsunfähig geworden ist, erwirtschaften die Ersatzkassen Gewinne. Die Versicherer erzielten im ersten Quartal 2011 einen Einnahmeüberschuss von 518 Millionen Euro.
Ersatzkassen erwirtschaften im ersten Quartal 518 Millionen Euro
Berlin (dapd). Während mit der City BKK eine Betriebskrankenkasse zahlungsunfähig geworden ist, erwirtschaften die Ersatzkassen Gewinne. Die Versicherer erzielten im ersten Quartal 2011 einen Einnahmeüberschuss von 518 Millionen Euro. "Das Ergebnis zeigt, dass die Ersatzkassen seriös kalkuliert haben und eine stabile Finanzsituation aufweisen", sagte der Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), Thomas Ballast, am Mittwoch in Berlin. Die Sparmaßnahmen im Arzneimittelbereich zeigten ihre Wirkung.
Die Ausgaben seien bei den Arzneimitteln gegenüber dem Vorjahr um 4,29 Prozent je Versichertem zurückgegangen, sagte Ballast. Die Einnahmen aus Zusatzbeiträgen beliefen sich auf 127 Millionen Euro. Laut dem Verbandschef verzeichneten alle Ersatzkassen einen Überschuss. Die sechs Kassen, unter ihnen die Barmer GEK und die Techniker Krankenkasse, versichern in Deutschland mehr als 24 Millionen Menschen.
Auch die AOK hatte im ersten Quartal einen Gewinn von rund 627 Millionen Euro erzielt. Das dokumentiert nach Ansicht des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, die finanzielle Stabilität der Krankenkasse sogar ohne Zusatzbeiträge. Das gute Ergebnis sei auch hier unter anderem in den Rabattverträgen für Arzneimittel begründet.
Apotheker müssen Patienten, wenn mehrere Medikamente zur Behandlung zur Auswahl stehen, die Pillen aushändigen, mit deren Hersteller die jeweilige Kasse einen solchen Rabattvertrag hat. So sparen die Krankenkassen mehrere hundert Millionen Euro pro Jahr.
Die City BKK wird als erste Krankenkasse zum 1. Juli wegen chronischer Finanzprobleme und Mitgliederschwunds geschlossen.
dapd
