Wirtschaftsminister für Marktprämie bei erneuerbaren Energien Rösler springt Röttgen bei

Zur Stärkung des Wettbewerbs bei den erneuerbaren Energien plädiert Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler für eine Marktprämie. Die Prämie könne einen Beitrag leisten, beim Ausbau erneuerbarer Energien noch stärker die Kräfte von Markt und Wettbewerb zu mobilisieren, sagte der FDP-Chef am Mittwoch in Berlin.

Foto: dapd

Rösler springt Röttgen bei

(dapd). Zur Stärkung des Wettbewerbs bei den erneuerbaren Energien plädiert Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler für eine Marktprämie. Die Prämie könne einen Beitrag leisten, beim Ausbau erneuerbarer Energien noch stärker die Kräfte von Markt und Wettbewerb zu mobilisieren, sagte der FDP-Chef am Mittwoch in Berlin. Dann könne auch in Zukunft Energie im Industrieland Deutschland zuverlässig und bezahlbar genutzt werden. Nur so sei der beschleunigte Ausstieg aus der Kernenergie vernünftig zu meistern.

Die von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) vorgeschlagene Marktprämie soll die Erzeuger dazu anreizen, nicht mehr über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fixe Vergütungen einzustreichen, sondern ihren Ökostrom am Markt zu verkaufen. Sollten die Unternehmen dabei eine geringere Vergütung kassieren, würde die Prämie diese Differenz ausgleichen. Der erwünschte Effekt: Die Erzeuger würden ihre Elektrizität verstärkt zu Zeiten hoher Nachfrage anbieten, wenn hohe Preise erzielt werden können. Das würde das Überangebot zu anderen Zeiten verringern und Netzprobleme mindern.

Der Wissenschaftliche Beirat im Wirtschaftsministerium hatte sich am Mittwoch in einem Brief mit Vorschlägen zur anstehenden Novelle des EEG an den Minister gewandt. Das unabhängige Gremium sprach sich darin unter anderem für eine Integration der erneuerbaren Energien in den Strommarkt aus.

dapd