Göring-Eckardt sieht den Kirchentag auch als "ökumenisches Fest" "Viele katholische Geschwister" in Dresden

Kirchentagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt sieht den am Mittwochabend beginnenden Evangelischen Kirchentag auch als "ökumenisches Fest". Dazu würden "viele katholische Geschwister" erwartet, sagte Göring-Eckardt am Mittwoch im Südwestrundfunk (SWR). Zugleich äußerte sie die Hoffnung, dass beim Papst-Besuch im September deutlicher werde, welches Bild der Vatikan von den Protestanten habe.

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"Viele katholische Geschwister" in Dresden

Baden-Baden (dapd). Kirchentagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt sieht den am Mittwochabend beginnenden Evangelischen Kirchentag auch als "ökumenisches Fest". Dazu würden "viele katholische Geschwister" erwartet, sagte Göring-Eckardt am Mittwoch im Südwestrundfunk (SWR). Zugleich äußerte sie die Hoffnung, dass beim Papst-Besuch im September deutlicher werde, welches Bild der Vatikan von den Protestanten habe.

Bei ihrer Audienz beim Papst am vergangenen Montag in Rom habe sie nicht herausfinden können, ob Benedikt XVI. noch wie zu seinen Kardinalszeiten der Ansicht sei, dass die Evangelischen keine "Kirche im eigentlichen Sinne" darstellten. Der damalige Kardinal Ratzinger hatte das vor elf Jahren in einem Schreiben formuliert. Göring-Eckardt sagte, möglicherweise würden die Gespräche des Papstes mit der EKD-Spitze im September in Erfurt klarer werden lassen, wie beide Kirchen auf ihrem ökumenischen Weg weiter kommen wollten.

In Dresden wird am Abend der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag mit mehreren Gottesdiensten im Freien eröffnet. Erwartet werden dazu rund 300.000 Menschen. Göring-Eckhardt ist zugleich Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland.

dapd