Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer sträubt sich nicht länger gegen die Suche nach einer möglichen Alternative zum niedersächsischen Gorleben als Endlager für Atommüll. Seehofer sagte am Montag in Berlin: "Alles muss untersucht werden - Gorleben, aber auch andere Gebiete in Deutschland."
Kehrtwende bei Seehofer
Berlin (dapd). Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer sträubt sich nicht länger gegen die Suche nach einer möglichen Alternative zum niedersächsischen Gorleben als Endlager für Atommüll. Seehofer sagte am Montag in Berlin: "Alles muss untersucht werden - Gorleben, aber auch andere Gebiete in Deutschland." Die Generation, die den Atomstrom nutze, müsse sich auch die Entsorgungsfrage kümmern. Daher komme nun "alles auf den Prüfstand".
Bislang hatte sich Seehofer dafür eingesetzt, zunächst das Ergebnis der Untersuchung des Standortes Gorleben abzuwarten. Nur wenn dieses Ergebnis nicht gut sei, werde man im gesamtdeutschen Interesse die weiteren Fragen stellen und beantworten.
dapd
