Kenntnisse bislang angeblich nur aus der Presse Kernkraftwerksbetreiber reagieren zurückhaltend auf Ausstiegspläne

Die deutschen Kernkraftwerksbetreiber haben zunächst zurückhaltend auf die Pläne der Bundesregierung für einen Atomausstieg bis spätestens 2022 reagiert. Ein RWE-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur dapd am Montag, vor einer Stellungnahme wolle man die Ergebnisse aus erster Hand kennen und gründlich analysieren. Bisher kenne das Unternehmen aber nur die Presseveröffentlichungen zu dem Thema.

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Kernkraftwerksbetreiber reagieren zurückhaltend auf Ausstiegspläne

Essen (dapd). Die deutschen Kernkraftwerksbetreiber haben zunächst zurückhaltend auf die Pläne der Bundesregierung für einen Atomausstieg bis spätestens 2022 reagiert. Ein RWE-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur dapd am Montag, vor einer Stellungnahme wolle man die Ergebnisse aus erster Hand kennen und gründlich analysieren. Bisher kenne das Unternehmen aber nur die Presseveröffentlichungen zu dem Thema.

Auch ein E.ON-Sprecher betonte, das Unternehmen müsse die Entwicklung zunächst analysieren. Bei EnBW hieß es, der Konzern werde sich zu gegebener Zeit äußern, wenn belastbare Erkenntnisse vorlägen. Vattenfall äußerte sich zunächst nicht.

Eine endgültige Stilllegung der im Zuge des Atommoratoriums vorläufig vom Netz genommenen Altreaktoren dürfte für die betroffenen Konzerne - RWE, E.ON und EnBW - massive Auswirkungen auf ihre Bilanzen haben. Denn bislang waren die Unternehmen in ihren Prognosen noch davon ausgegangen, die Mehrzahl der Reaktoren nach dem Auslaufen des Atommoratoriums wieder anfahren zu dürfen. Die vollständig abgeschriebenen Altreaktoren bescherten den Konzernen wegen ihrer niedrigen Betriebskosten in der Vergangenheit hohe Gewinne.

Für Streit dürften auch die Pläne zur Beibehaltung der Brennelementesteuer trotz der Rücknahme der Laufzeitverlängerung sorgen. E.ON hatte sich in der Vergangenheit hier ausdrücklich den Klageweg offengehalten.

dapd