Der Vorstand will vorschlagen, die Dividende von 20 auf 80 Cent zu erhöhen Freenet-Chef Vilanek geht auf Großaktionär Drillisch zu

Freenet-Chef Christoph Vilanek geht auf den Konkurrenten Drillisch zu. "Drillisch ist ein Großaktionär, der aus der Branche kommt und offensichtlich Vertrauen in das Geschäft von Freenet hat", sagte Vilanek der in Hamburg erscheinenden Tageszeitung "Die Welt" (Montagausgabe).

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Freenet-Chef Vilanek geht auf Großaktionär Drillisch zu

Hamburg (dapd). Freenet-Chef Christoph Vilanek geht auf den Konkurrenten Drillisch zu. "Drillisch ist ein Großaktionär, der aus der Branche kommt und offensichtlich Vertrauen in das Geschäft von Freenet hat", sagte Vilanek der in Hamburg erscheinenden Tageszeitung "Die Welt" (Montagausgabe).

Auf der Hauptversammlung des Mobilfunkanbieters am 30. Juni in Hamburg sollen mit Steuerberater Hartmut Schenk und Wirtschaftsprüfer Niclas Rauscher zwei Manager in den Aufsichtsrat gewählt werden, die die Interessen von Drillisch vertreten. Schenk ist derzeit noch Aufsichtsratschef bei Drillisch, will dieses Amt aber bei einer Wahl in das Freenet-Gremium abgeben.

"Die Herren Schenk und Rauscher haben Detailkenntnisse in der Mobilfunkbranche, und das ist ein großer Vorteil. Von diesen Experten gibt es in unserer Branche nicht viele", sagte Vilanek. In den vergangenen Monaten war in den Unternehmen mehrfach über eine Fusion oder feindliche Übernahme von Freenet und Drillisch spekuliert worden.

Am 30. Juni wird das Gremium ebenfalls einen Nachfolger für den scheidenden Aufsichtsratschef Thorsten Kraemer bestimmen. "Das kann jeder der sechs Aufsichtsräte werden, die die Kapitalseite vertreten", sagte Vilanek. Sein Verhältnis zu Drillisch-Vorstandssprecher Paschalis Choulidis bezeichnete er als konstruktiv. Der Vorstand will zudem vorschlagen, die Dividende von 20 auf 80 Cent zu erhöhen.

dapd