Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer setzt sich für einen Atomausstieg binnen zehn Jahren ein. "Ich werde das Ergebnis der Ethikkommission zur Grundlage der Beratungen im Koalitionsausschuss machen", sagte Seehofer der Zeitung "Bild am Sonntag" vor Beginn der Gespräche am Sonntagabend im Kanzleramt.
Seehofer macht sich für Atomausstieg binnen zehn Jahren stark
Berlin (dapd). Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer setzt sich für einen Atomausstieg binnen zehn Jahren ein. "Ich werde das Ergebnis der Ethikkommission zur Grundlage der Beratungen im Koalitionsausschuss machen", sagte Seehofer der Zeitung "Bild am Sonntag" (Onlineausgabe) vor Beginn der Gespräche am Sonntagabend im Kanzleramt. Das Votum der von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eingesetzten Kommission, bis spätestens 2021 aus der Atomenergienutzung auszusteigen, lobte Seehofer als entscheidenden Beitrag für einen gesamtgesellschaftlichen Konsens.
Die FDP wehrt sich indessen gegen ein festes Ausstiegsdatum.
SPD-Chef Sigmar Gabriel forderte die Koalition auf, den Empfehlungen der Ethikkommission zu folgen. "Die Kanzlerin muss sich endlich entscheiden: Will sie nur einen billigen Burgfrieden in ihrer zerstrittenen Koalition, oder will sie einen breiten Energiekonsens", sagte Gabriel dem Blatt. "Jetzt muss die Kanzlerin die Empfehlungen ihrer Ethikkommission in der Koalition durchsetzen."
Andererseits signalisierte der SPD-Vorsitzende Einigungsbereitschaft. "Wir wollen einen Energiekonsens, der länger hält als nur eine Legislaturperiode. Wir sind bereit, auch schwierige Entscheidungen mitzutragen", sagte er.
dapd
