Reduzierung der Wahlkreise von 40 auf 35 Ausschuss beschließt neue Wahlkreiseinteilung in Schleswig-Holstein

Der Wahlkreisausschuss des schleswig-holsteinischen Landtags hat am Freitag die Reduzierung der Wahlkreise von 40 auf 35 beschlossen. Konkret müssen die Kreise Nordfriesland, Rendsburg-Eckernförde, Ostholstein und Herzogtum Lauenburg sowie die Stadt Lübeck je einen Wahlkreis abgeben, wie die Landeswahlleiterin am Freitag in Kiel mitteilte.

Foto: dapd

Ausschuss beschließt neue Wahlkreiseinteilung in Schleswig-Holstein

Kiel (dapd-nrd). Der Wahlkreisausschuss des schleswig-holsteinischen Landtags hat am Freitag die Reduzierung der Wahlkreise von 40 auf 35 beschlossen. Konkret müssen die Kreise Nordfriesland, Rendsburg-Eckernförde, Ostholstein und Herzogtum Lauenburg sowie die Stadt Lübeck je einen Wahlkreis abgeben, wie die Landeswahlleiterin am Freitag in Kiel mitteilte. In den Bereichen Flensburg, Neumünster, Kiel, Segeberg, Pinneberg, Steinburg und Dithmarschen bleibt die Wahlkreiseinteilung unverändert.

Die Neuzuschneidung der Wahlkreise ist im Norden hoch umstritten. Vor allem die SPD kritisierte den Wegfall eines Wahlkreises in ihrer Hochburg Lübeck. "Das Ergebnis ist weder sachgerecht noch nachvollziehbar: Ostholstein wird zerfleddert, Lübeck amputiert", sagte SPD-Landeschef Ralf Stegner.

Grünen-Ausschussmitglied Thorsten Fürter kritisierte, dass sich die beiden Wahlkreise mit der höchsten Einwohnerzahl in Lübeck befänden. Besonders enttäuschend sei, dass der Südschleswigsche Wählerverband dieser Lösung gemeinsam mit CDU und FDP zugestimmt habe. "Das Manöver dient nur dazu, CDU-Abgeordneten vermeintlich sichere Wahlkreise zu verschaffen", sagte Fürter.

Die Neuschneidung gilt bereits für die Landtagswahl am 6. Mai kommenden Jahres. Sie wurde nötig durch das im März verabschiedete neue Wahlgesetz des Landes. Das Landesverfassungsgericht hatte das vorherige Wahlgesetz 2010 in Teilen für nicht verfassungsgemäß erklärt und eine Korrektur verlangt.

dapd