Marineschutzeinheiten sollen an Bord bereits an Bord der Schiffe sein Schünemann fordert Einsatz der Elitetruppe KSK gegen Piraten

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann fordert angesichts der zunehmenden Piraterie den Einsatz der Bundeswehr-Elitetruppe Kommando Spezialkräfte (KSK) gegen die Seeräuber am Horn von Afrika. Das geht aus einem "Handelsblatt Online" vorliegenden Positionspapier des CDU-Politikers zur Bekämpfung der Seepiraterie hervor.

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Schünemann fordert Einsatz der Elitetruppe KSK gegen Piraten

Düsseldorf (dapd). Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann fordert angesichts der zunehmenden Piraterie den Einsatz der Bundeswehr-Elitetruppe Kommando Spezialkräfte (KSK) gegen die Seeräuber am Horn von Afrika. Das geht aus einem "Handelsblatt Online" vorliegenden Positionspapier des CDU-Politikers zur Bekämpfung der Seepiraterie hervor.

"Die Befreiung von Geiseln auf entführten Schiffen deutscher Reedereien ist das Einsatzgebiet hierauf trainierter Spezialkräfte wie KSK bzw. auf polizeilicher Seite GSG 9", schreibt Schünemann. Für ihren Einsatz seien daher "mittelfristig die notwendigen logistischen Voraussetzungen zu schaffen sowie klare Kommunikations- und Kommandostrukturen vorzuhalten, um für extreme Fälle vergleichbar der Geiselnahme von Besatzungsmitgliedern der 'Hansa Stavanger' im Jahr 2009 besser gewappnet zu sein".

In seinem Papier hält der Minister weitere Maßnahmen aus sicherheitspolitischen Gründen für notwendig. So solle sich Deutschland im Rahmen internationaler "Task Forces" wie der EU-Mission Atalanta am Kampf gegen Angriffsboote der Piraten und ihrer Mutterschiffe beteiligen. Ziel müsse sein, die Seeräuber am Horn von Afrika in ihrem Operationsradius einzuschränken und ein "weiteres Ausgreifen der Piratenplage" in den Indischen Ozean zu verhindern.

Schünemann plädiert überdies für einen präventiven Schutz. Statt erst im Falle von Piratenattacken zu handeln und Hilfskräfte zu entsenden, sollten Marineschutzeinheiten an Bord Kaperversuche abwehren.

dapd