Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker schließt einen Stopp der Auszahlung von Krediten an Griechenland nicht aus. Er sei nicht der Sprecher des Internationalen Währungsfonds (IWF), aber dessen Regeln erlaubten eine Auszahlung von Mitteln nur für den Fall, dass es eine Finanzierungsgarantie für die nächsten zwölf Monate gebe, sagte Juncker am Donnerstag in Luxemburg.
Juncker skeptisch wegen IWF-Hilfen für Griechenland
Luxemburg (dapd). Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker schließt einen Stopp der Auszahlung von Krediten an Griechenland nicht aus. Er sei nicht der Sprecher des Internationalen Währungsfonds (IWF), aber dessen Regeln erlaubten eine Auszahlung von Mitteln nur für den Fall, dass es eine Finanzierungsgarantie für die nächsten zwölf Monate gebe, sagte Juncker am Donnerstag in Luxemburg. Er glaube nicht, dass die Troika aus IWF, Europäischer Zentralbank (EZB) und EU-Kommission zu dem Schluss komme, dass dies der Fall sei. "Es hängt alles von dem in der kommenden Woche anstehenden Bericht ab", sagte Juncker.
Zu einer Laufzeitstreckung (reprofiling) äußerte sich der Eurogruppen-Chef skeptisch. Vor einem solchen Schritt müsse Griechenland sein Haushaltsdefizit unter Kontrolle bringen, erklärte er.
Der IWF erklärte unterdessen, dass die weitere Auszahlung von Krediten an Griechenland an gleichzeitige finanzielle Zusagen der EU gekoppelt sei. Gefragt, ob der IWF die nächste Tranche im Rahmen des internationalen Hilfsprogramms auch dann vornehmen würde, wenn die Europäer ihren Anteil nicht beisteuerten, antwortete IWF-Sprecherin Caroline Atkinson, dass der Fonds bei bestehende Finanzierungslücken generell keine Kredite vergebe.
dapd
