ver.di kündigt für Freitag weitere Arbeitsniederlegungen an Journalisten und Drucker streiken erneut

Im Tarifstreit bei den Zeitungen erhöhen die Gewerkschaften den Druck auf die Arbeitgeber. Allein im Ruhrgebiet und im Rheinland legten nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am Donnerstag etwa 1.000 Journalisten und Drucker ihre Arbeit nieder. Sie protestierten damit gegen geplante Gehaltskürzungen und Stellenstreichungen.

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Journalisten und Drucker streiken erneut

Düsseldorf (dapd). Im Tarifstreit bei den Zeitungen erhöhen die Gewerkschaften den Druck auf die Arbeitgeber. Allein im Ruhrgebiet und im Rheinland legten nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am Donnerstag etwa 1.000 Journalisten und Drucker ihre Arbeit nieder. Sie protestierten damit gegen geplante Gehaltskürzungen und Stellenstreichungen. Betroffen waren fast alle Zeitungen an Rhein und Ruhr sowie zahlreiche Druckereien auch in anderen Landesteilen, wie es hieß.

Auch in anderen Bundesländern traten nach Gewerkschaftsangaben zahlreiche Journalisten in den Warnstreik. ver.di gehe davon aus, dass wegen der umfangreichen Warnstreiks viele Zeitungstitel am Freitag nicht im gewohnten Umfang erscheinen werden. Zugleich kündigte die Gewerkschaft für Freitag weitere Arbeitsniederlegungen in Ostwestfalen an.

Die Tarifverhandlungen für die 160.000 Beschäftigten der Druckindustrie sind nach Gewerkschaftsangaben bislang in drei Runden ergebnislos verlaufen. Am 31. Mai ist eine weitere Runde in München geplant.

Für die Tarifverhandlungen der 14.000 Redakteure gibt es nach vier erfolglosen Runden derzeit keinen neuen Verhandlungstermin. Die Verhandlungspositionen der beiden Parteien liegen weit auseinander. Während die Verleger aus wirtschaftlichen Gründen Einschnitte von den Journalisten - insbesondere von Berufseinsteigern - fordern, wollen die Gewerkschaften vier Prozent mehr Gehalt für alle Beschäftigten durchsetzen. Zudem wollen sie an allen tariflichen Leistungen wie Altersvorsorge oder Urlaubsgeld festhalten.

dapd