Europas zweitgrößter Zuckerhersteller Nordzucker hat sich unerwartet schnell von seinem Millionenverlust im Geschäftsjahr 2009/10 erholt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 sei ein operatives Ergebnis (Ebit) von 188 Millionen Euro nach 66 Millionen Euro im Vorjahr erzielt worden, sagte der Vorstandsvorsitzende Hartwig Fuchs am Donnerstag in Braunschweig.
Nordzucker erholt sich
Braunschweig (dapd). Europas zweitgrößter Zuckerhersteller Nordzucker hat sich unerwartet schnell von seinem Millionenverlust im Geschäftsjahr 2009/10 erholt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 sei ein operatives Ergebnis (Ebit) von 188 Millionen Euro nach 66 Millionen Euro im Vorjahr erzielt worden, sagte der Vorstandsvorsitzende Hartwig Fuchs am Donnerstag in Braunschweig. Der Konzernjahresüberschuss liege mit 91 Millionen Euro deutlich über den Erwartungen. Nordzucker habe einen Konzernumsatz von 1,8 Milliarden Euro erwirtschaftet und bewege sich damit trotz der Veräußerung von Beteiligungen auf dem Niveau des Vorjahres.
Die Ursachen dieser positiven Entwicklung sind nach Angaben des Unternehmens eine "erfreuliche Markt- und Absatzsituation" sowie eine konsequente Konsolidierung innerhalb des Konzerns. Die Nordzucker AG habe außerplanmäßig Kredite in Höhe von 123 Millionen Euro tilgen können.
Insgesamt seien die Schulden im abgelaufenen Geschäftsjahr um 400 Millionen Euro verringert worden. Im Geschäftsjahr 2009/10 war unter dem Strich noch ein Minus von 10,2 Millionen Euro angefallen.
Nordzucker will seine Stellung als internationales Unternehmen stärken und mit dem Projekt "20 20 20" den Anbau von Zuckerrüben fördern. Ziel sei es, "die besten 20 Prozent der Rübenanbauer in allen Nordzucker-Anbauregionen bis 2020 in die Lage zu versetzen, 20 Tonnen Zucker je Hektar zu gewinnen".
Der Zuckerhersteller mit Sitz in Braunschweig produziert auch Bioethanol sowie Futtermittel aus Zuckerrüben. Europaweit betreibt Nordzucker 18 Produktions- und Raffinationsstätten und beschäftigt 3.500 Mitarbeiter.
dapd
