Viele jüngere Beschäftigte vermisst auch eine gesunde "Work-Life-Balance" Studie: Jungen Menschen mangelt es an Identifikation mit Arbeitgeber

Viele junge Menschen können sich einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge nicht ausreichend mit ihrem Arbeitgeber identifizieren. Arbeitsdruck innerhalb der Firma werde stärker wahrgenommen, was langfristig zu Leistungsreduktion und Managementproblemen im jeweiligen Unternehmen führe.

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Studie: Jungen Menschen mangelt es an Identifikation mit Arbeitgeber

Nürnberg (dapd). Viele junge Menschen können sich einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge nicht ausreichend mit ihrem Arbeitgeber identifizieren. Arbeitsdruck innerhalb der Firma werde stärker wahrgenommen, was langfristig zu Leistungsreduktion und Managementproblemen im jeweiligen Unternehmen führe. Für die am Mittwoch veröffentlichte Untersuchung befragte die GfK nach eigenen Angaben mehr als 30.000 Angestellte in 29 Ländern.

Auch wenn jüngere Mitarbeiter in der Regel nicht die wichtigsten Posten innehätten, vermisse ein Großteil der Befragten oft beziehungsweise fast immer eine gesunde "Work-Life-Balance". Nur 21 Prozent der 18- bis 29-Jährigen zeigten sich den Angaben zufolge sehr verbunden mit ihrem Arbeitgeber. Bei den über 60-Jährigen habe der Anteil dagegen 31 Prozent betragen. Diese Kluft zwischen jungen und älteren Kollegen stelle ein zunehmendes Problem für Unternehmen weltweit dar.

Die GfK-Experten warnen vor der Gefahr einer gespaltenen Arbeitnehmerschaft und insbesondere eines generationenübergreifenden Unmuts, der die Motivation eines qualifizierten, jungen Talents erheblich erschweren könne.

Auffallend sei, dass sich 61 Prozent der jungen Arbeitnehmer durchaus Karrierechancen ausrechnen, diese jedoch meist bei einem anderen Arbeitgeber oder in einem anderen Land sähen. 41 Prozent der jüngeren Mitarbeiter würden für einen neuen Arbeitsplatz auch auswandern. Deshalb sei es für Unternehmen entscheidend, sich den Gründen für unterschiedliches Mitarbeiterengagement innerhalb der jüngeren Belegschaft zu stellen und Lösungen zu finden, raten die GfK-Experten.

dapd