Die Bundesregierung setzt sich für die Wahl der französischen Finanzministerin Christine Lagarde zur Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Mittwoch in Berlin, die deutsche Regierung würde es als "sehr positiv begrüßen", wenn Lagarde als erste Frau dieses Amt bekleiden würde. Sie sei erfahren und kompetent.
Bundesregierung unterstützt Lagardes IWF-Kandidatur
Berlin (dapd). Die Bundesregierung setzt sich für die Wahl der französischen Finanzministerin Christine Lagarde zur Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Mittwoch in Berlin, die deutsche Regierung würde es als "sehr positiv begrüßen", wenn Lagarde als erste Frau dieses Amt bekleiden würde. Sie sei erfahren und kompetent.
"Frau Lagarde ist eine Person von hoher fachlicher Kompetenz, die sie in langjährigen Spitzenpositionen in der Privatwirtschaft, in der Politik, in der Regierung ihres Landes erworben hat", sagte Seibert. "Und sie vereint diese große fachliche Kompetenz mit großer Erfahrung auch auf dem internationalen Parkett." Darüber hinaus sei sie "bestens vertraut mit der Staatsschuldenkrise in Europa", bei der der IWF eine gewichtige Rolle spiele.
Lagarde hatte am Mittwoch offiziell ihre Kandidatur bekannt gegeben. Sie habe die Entscheidung nach reiflicher Überlegung und einem beratenden Gespräch mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy getroffen, sagte sie. "Ich will eine möglichst breite Zustimmung für meine Kandidatur", sagte Lagarde.
Zuletzt waren aus Schwellenländern Forderungen laut geworden waren, den Chefposten nicht automatisch mit einem Europäer zu besetzen. Das IWF-Direktorium will bis Ende Juni seine Wahl treffen.
dapd
