Stadler spricht von einem "weiteren Sparpaket" AWO kritisiert Reform der Arbeitsmarktinstrumente

Die Arbeiterwohlfahrt hat die Pläne von Arbeitsministern Ursula von der Leyen für eine Reform der Förderinstrumente für Erwerbslose kritisiert. "Damit legt die Bundesarbeitsministerin ein weiteres Sparpaket vor", erklärte der AWO-Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler am Mittwoch zum Referentenentwurf der Reform, den das Bundeskabinett beriet.

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AWO kritisiert Reform der Arbeitsmarktinstrumente

Berlin (dapd). Die Arbeiterwohlfahrt hat die Pläne von Arbeitsministern Ursula von der Leyen für eine Reform der Förderinstrumente für Erwerbslose kritisiert. "Damit legt die Bundesarbeitsministerin ein weiteres Sparpaket vor", erklärte der AWO-Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler am Mittwoch zum Referentenentwurf der Reform, den das Bundeskabinett beriet.

Stadler beklagte Nachteile insbesondere für Langzeitarbeitslose. Die Reform dürfe nicht zulasten der Schwächeren gehen. Echte Chancen für eine Integration müssten erhalten bleiben. Die Ministerin plane jedoch, die öffentlich geförderte Beschäftigung einzuschränken und in ihrer Förderdauer zu begrenzen. "Hier handelt die Bundesregierung wider besseren Wissens", meinte der AWO-Chef.

Eine effizientere Integration von Arbeitslosen in das Erwerbsleben sei zwar zu begrüßen. Vor dem Hintergrund der milliardenschweren Sparvorgaben der Regierung für die Bundesagentur für Arbeit sei von der Leyens Gesetzentwurf aber "in erster Linie mit dem Rotstift geschrieben" worden.

dapd