Mietwagenstorno bei Flug-Streichung möglich Vulkanasche: Autovermietungen verbuchen keine gesteigerte Nachfrage

Die großen deutschen Autovermietungen haben am Dienstag angesichts der aus Island heranziehenden Aschewolke noch keine gesteigerte Nachfrage verbucht. "Bisher kam es nur ganz vereinzelt zu Flugausfällen, so dass sich die Auswirkungen des Vulkanausbruchs an unseren Vermietstationen an den Flughäfen noch sehr in Grenzen halten", sagte Hertz-Geschäftsführerin Katrin Teichert.

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Vulkanasche: Autovermietungen verbuchen keine gesteigerte Nachfrage

Berlin (dapd). Die großen deutschen Autovermietungen haben am Dienstag angesichts der aus Island heranziehenden Aschewolke noch keine gesteigerte Nachfrage verbucht. "Bisher kam es nur ganz vereinzelt zu Flugausfällen, so dass sich die Auswirkungen des Vulkanausbruchs an unseren Vermietstationen an den Flughäfen noch sehr in Grenzen halten", sagte Hertz-Geschäftsführerin Katrin Teichert der Nachrichtenagentur dapd.

Auch Sixt verzeichnete keinen besonderen Andrang: "Wir haben ja auch noch keine Aschewolke", sagte ein Unternehmenssprecher. Sollten jedoch auch in Deutschland Flüge ausfallen, könne Sixt flexibel auf mögliche Engpässe reagieren und Wagen gezielt da stationieren, wo sie vermehrt verlangt würden. Wer es aufgrund von Flugausfällen oder -verspätungen nicht schaffe, reservierte Wagen abzuholen, könne die Buchung ohne Probleme stornieren, sagte der Sixt-Sprecher.

Diese Regelung gilt auch für Hertz-Kunden: Das Unternehmen biete eine komplette Rückerstattung an, wenn eine vorausbezahlte Reservierung online oder telefonisch vor dem vereinbarten Abholzeitpunkt storniert werde, sagte Teichert. Kunden, die eine vorausbezahlte Reservierung nicht vor dem Abholzeitpunkt stornierten, erhielten den Mietpreis auf Anfrage abzüglich einer geringen Gebühr zurück.

Vermieter verloren 2010 rund vier Millionen Euro

Wegen der Vulkanasche im vergangenen Jahr mussten nach Angaben des Internet-Portals billiger-mietwagen.de rund 41.000 Kunden ihre Buchungen stornieren, da die Flüge zu den entsprechenden Abholorten gestrichen wurden.

Bei Buchungen über das Portal sei eine Stornierung bis 24 Stunden vor Anmietung kostenfrei. Viele Anbieter zeigten sich bei "Sondersituationen" kulant und verlangten auch dann keine Gebühren, wenn Kunden kurzfristig abbestellen oder umbuchen wollten. Der Verlust für die Vermieter habe 2010 etwa vier Millionen Euro betragen.

dapd