Flussüberschwemmungen sind künftig deutlich häufiger zu erwarten als bisher Deutsche müssen in Zukunft mit extremeren Wetterereignissen rechnen

Die Deutschen müssen in den kommenden Jahrzehnten mit mehr und extremeren Wetterereignissen rechnen. Das ist das Ergebnis einer Klimastudie, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit Klimaforschern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, der Freien Universität Berlin und der Universität Köln erstellt hat und am Dienstag in Berlin präsentierte.

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Deutsche müssen in Zukunft mit extremeren Wetterereignissen rechnen

Berlin (dapd). Die Deutschen müssen in den kommenden Jahrzehnten mit mehr und extremeren Wetterereignissen rechnen. Das ist das Ergebnis einer Klimastudie, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit Klimaforschern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, der Freien Universität Berlin und der Universität Köln erstellt hat und am Dienstag in Berlin präsentierte.

"Die Folgen des weltweiten Klimawandels hinterlassen auch in Deutschland ihre Spuren", sagte GDV-Präsident Rolf-Peter Hoenen über die Forschungsergebnisse. Künftig würden Hochwasser, mit denen die Deutschen heute alle 50 Jahre rechnen müssten, alle 25 Jahre eintreten.

Obwohl die Ergebnisse mit großen Unsicherheiten behaftet seien, lassen sich den Forschern zufolge klar Tendenzen ablesen. Im Durchschnitt aller Berechnungen steige die Zahl der Schäden durch Flussüberschwemmungen und Sturzfluten bis Ende des Jahrhunderts auf mehr als das Doppelte der heutigen Schäden, auch eine Verdreifachung sei möglich.

Auch die Sturmschäden würden bis zum Jahr 2100 um mehr als 50 Prozent wachsen. In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Teilen von Niedersachsen würden besonders die Winterstürme zunehmen und in Zukunft voraussichtlich doppelt so viel Schaden anrichten.

Für die Versicherer bedeute das, dass sie bis zum Ende des 21. Jahrhunderts allein für Extremstürme alle zehn Jahre sieben bis acht Milliarden Euro zahlen müssen - das wäre eine Verdreifachung der Schadenssumme gegenüber heutigen extremen Stürmen, hieß es. Für Kyrill etwa zahlten die deutschen Versicherer 2007 ihren Kunden "nur" 2,4 Milliarden Euro.

dapd