Die milliardenschweren Euro-Rettungspakete dürfen nach Ansicht von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft nicht zulasten von Bildungsinvestitionen gehen. Der Euro sei wichtig, die Zukunft der Kinder aber erst recht, sagte die SPD-Landesvorsitzende am Samstag auf einem sogenannten Zukunftskonvent ihrer Partei in Oberhausen. Es gehe auch um die Akzeptanz der Demokratie.
Kraft fordert mehr Bildungsausgaben trotz Euro-Krise
Oberhausen (dapd). Die milliardenschweren Euro-Rettungspakete dürfen nach Ansicht von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft nicht zulasten von Bildungsinvestitionen gehen. Der Euro sei wichtig, die Zukunft der Kinder aber erst recht, sagte die SPD-Landesvorsitzende am Samstag auf einem sogenannten Zukunftskonvent ihrer Partei in Oberhausen. Es gehe auch um die Akzeptanz der Demokratie.
Rot-Grün in NRW könne jetzt richtig beginnen, da der Haushalt 2011 vom Landtag verabschiedet worden sei, sagte Kraft. 1,1 Milliarden Euro würden in Bildung, Familien und Kommunen investiert. So ließen sich mittel- und langfristig "Reparaturkosten" in der Gesellschaft einsparen. Es gebe Widerstände gegen diese "vorbeugende" Politik, räumte Kraft ein. "Wir haben uns vorgenommen, diese Widerstände auszuhalten", sagte die Ministerpräsidentin.
An der Konferenz nahmen unter anderem der frühere SPD-Chef Franz Müntefering, DGB-Landeschef Andreas Meyer-Lauber sowie der ehemalige Bundesforschungsminister Volker Hauff (SPD) teil. Hauff ist Mitglied der Ethikkommission, die über den Atomausstieg berät.
dapd
