Kurth: "Die Netzbetreiber sind vorbereitet und steuern gegen" Präsident der Netzagentur: Lage noch beherrschbar

Wegen Wartungsarbeiten werden am Wochenende weitere Kernkraftwerke abgeschaltet, nur noch 4 der 17 Meiler liefern dann Strom. Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, sieht dennoch keinen drohenden Blackout. "Die Lage ist kritisch, aber noch beherrschbar", sagte Kurth der "Passauer Neuen Presse" (Samstagausgabe).

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Präsident der Netzagentur: Lage noch beherrschbar

Berlin/Passau (dapd). Wegen Wartungsarbeiten werden am Wochenende weitere Kernkraftwerke abgeschaltet, nur noch 4 der 17 Meiler liefern dann Strom. Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, sieht dennoch keinen drohenden Blackout. "Die Lage ist kritisch, aber noch beherrschbar", sagte Kurth der "Passauer Neuen Presse" (Samstagausgabe). "Die Netzbetreiber sind vorbereitet und steuern gegen. Die Situation wird etwas dadurch entschärft, dass wir durch viel Sonnenschein derzeit viel Solarenergie produzieren." Zudem liege der Stromverbrauch derzeit auch nicht auf Spitzenniveau. Kurth geht davon aus, dass das Netz mit diesen Maßnahmen stabil gehalten werden kann.

Das Argument, ein Blackout könnte den Konzernen als Argument gegen einen zu schnellen Atomausstieg gelegen kommen, weist Kurth zurück: "Über einen absichtlichen Stromausfall zu spekulieren, halte ich für neben der Sache. Viele in der Öffentlichkeit wissen nicht, dass Energieerzeuger und Netzbetreiber getrennt sind." Der Netzbetrieb müsse ganz klar vom Stromerzeugungsgeschäft getrennt sein.

dapd