Solarenergie für jährlich 500.000 Menschen Europas größte Fabrik für Solarmodule in Freiberg eröffnet

Mit Europas größter Produktionsstätte für Solarmodule in Freiberg will die SolarWorld AG gegenüber Konkurrenten aus China wettbewerbsfähig bleiben. In der am Freitag eröffneten Fabrik sollen täglich 6.000 Module gefertigt werden, sagte Werks-Geschäftsführer Holger Reetz. Die jährliche Kapazität der Modulproduktion werde damit in Freiberg von 170 auf 600 Megawatt gesteigert.

Foto: dapd

Europas größte Fabrik für Solarmodule in Freiberg eröffnet

Freiberg (dapd-lsc). Mit Europas größter Produktionsstätte für Solarmodule in Freiberg will die SolarWorld AG gegenüber Konkurrenten aus China wettbewerbsfähig bleiben. In der am Freitag eröffneten Fabrik sollen täglich 6.000 Module gefertigt werden, sagte Werks-Geschäftsführer Holger Reetz. Die jährliche Kapazität der Modulproduktion werde damit in Freiberg von 170 auf 600 Megawatt gesteigert. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich in der sächsischen Stadt um 250 auf rund 1.850.

Vorstandschef Frank Asbeck sagte, er sei "richtig stolz" auf die neue Fabrik. Alle Bestandteile der Module würden von deutschen Firmen hergestellt. Mit den in der Anlage gefertigten Modulen könnten jährlich 500.000 Menschen mit Solarenergie versorgt werden. Die "Solar Factory III" ist die dritte Produktionsstätte des Unternehmens in Freiberg. Asbeck rechnet damit, dass sich in Deutschland bis 2020 der Anteil an Solarenergie von drei auf mehr als zehn Prozent erhöht.

Den Angaben zufolge wird in der 20.000 Quadratmeter großen Fabrik alle 15 Sekunden ein Modul fertiggestellt. Die Produktion wurde während eines Festakts live in den Zuschauerraum übertragen.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sagte, das Unternehmen unterstreiche sein "Bekenntnis zum Standort Sachsen, sichert und schafft in Freiberg Arbeitsplätze in einer wichtigen Zukunftsbranche". Tillich fügte hinzu, der Freistaat habe sich zu einem international bedeutenden Solarindustrie-Standort entwickelt. Nach Angaben der Staatskanzlei waren bei der Errichtung auch sächsische Anlagen- und Maschinenbauunternehmen beteiligt.

Zugleich rief Tillich dazu auf, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, den Verbrauch von fossilen Energieträgern zu verringern. Nachhaltige Energiegewinnung dürfe nicht auf künftige Generationen verschoben werden. "Es geht um die Zukunft unseres Planeten", sagte der Regierungschef. Durch die Zusammenarbeit von Unternehmen und der Technischen Universität Bergakademie Freiberg gebe es in der Stadt "exzellente Bedingungen für die Entwicklung nachhaltiger Technologien".

Die SolarWorld AG beschäftigt in acht Ländern 3.600 Mitarbeiter. Das Unternehmen hatte 2010 einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro.

dapd