Druck auf die Arbeitgeber am Freitag weiter verstärkt Weitere Streiks in bayerischen Druckbetrieben und Zeitungsverlagen

Mit ganztägigen Warnstreiks haben die rund 20.000 Beschäftigten in der bayerischen Druckindustrie und den Zeitungsverlagen ihren Druck auf die Arbeitgeber am Freitag weiter verstärkt. Bei der "Augsburger Allgemeinen" hätten etwa 150 Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt, darunter mehr als 80 Redakteure, teilte der Bayerische Journalisten-Verband mit.

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Weitere Streiks in bayerischen Druckbetrieben und Zeitungsverlagen

Augsburg/Kempten (dapd-bay). Mit ganztägigen Warnstreiks haben die rund 20.000 Beschäftigten in der bayerischen Druckindustrie und den Zeitungsverlagen ihren Druck auf die Arbeitgeber am Freitag weiter verstärkt. Bei der "Augsburger Allgemeinen" hätten etwa 150 Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt, darunter mehr als 80 Redakteure, teilte der Bayerische Journalisten-Verband mit. Bei der "Allgäuer Zeitung" in Kempten hätten sich inklusive aller Außenredaktionen mehr als 30 Redakteure und zahlreiche Mitarbeiter der Druckerei an dem ganztägigen Ausstand beteiligt.

Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di traten zudem unter anderem 80 Beschäftigte eines Druckbetriebes der Firma Stürtz in Würzburg in den Ausstand. Damit hätten sich an den Mitte der Woche begonnenen Streiks in Bayern inzwischen mehr als 1.000 Beschäftigte in zehn Betrieben beteiligt.

Sie setzen sich den Angaben zufolge gegen eine drastische Verschlechterung der Arbeits- und Einkommensbedingungen zur Wehr, durch die gerade bei den Tageszeitungen ein Qualitätsverlust befürchtet wird.

Die Verhandlungen für die Zeitungsverlage würden am Freitag in München fortgesetzt, teilte ver.di weiter mit. Für die Druckindustrie träfen sich die Tarifpartner am 31. Mai in München wieder. Ein Termin für die Fortsetzung der Verhandlungen für die Redakteure stehe indes noch nicht fest. Laut ver.di wollen die Arbeitgeber erst wieder verhandeln, wenn ver.di und der Journalisten-Verband ihre Bereitschaft zu Abstrichen signalisieren.

dapd