Bundespräsident Wulff für Umgestaltung der Industriegesellschaft "Es geht um eine neue industrielle Revolution"

Bundespräsident Christian Wulff hat eine neue industrielle Revolution gefordert. Wulff nutzte die Jubiläumsgala des Bosch-Konzerns, der in diesem Jahr sowohl 125 Jahre Firmengeschichte als auch den 150. Geburtstag des Firmengründers Robert Bosch feiert, am Donnerstagabend in Stuttgart zu einem Appell für einen "breiten gesellschaftlichen Konsens" für den Wandel.

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"Es geht um eine neue industrielle Revolution"

Stuttgart (dapd). Bundespräsident Christian Wulff hat eine neue industrielle Revolution gefordert. Wulff nutzte die Jubiläumsgala des Bosch-Konzerns, der in diesem Jahr sowohl 125 Jahre Firmengeschichte als auch den 150. Geburtstag des Firmengründers Robert Bosch feiert, am Donnerstagabend in Stuttgart zu einem Appell für einen "breiten gesellschaftlichen Konsens" für den Wandel. "Es geht um eine neue industrielle Revolution: nicht mehr und nicht weniger", sagte der Bundespräsident.

Es gelinge nur, gesellschaftlichen Wohlstand zu sichern, ohne gleichzeitig die eigenen Grundlagen zu zerstören, wenn die Industriegesellschaften umgestaltet würden und es "heute noch unbekannte, große Innovationen" gebe, sagte er.

Dazu seien ein umfassendes Verständnis von Verantwortung, technologische und soziale Innovationen sowie kluge politische Rahmenbedingungen notwendig, sagte Wulff vor rund 2.000 internationalen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Medien, darunter der frühere US-Außenminister Henry Kissinger.

Gefragt sei zudem ein gesellschaftlicher Aufbruch, "zum dem Akzeptanz für Technik und Innovation genauso gehört wie Einsicht in die Notwendigkeit des Wandels", betonte der Bundespräsident und fügte hinzu: "Ich bin zuversichtlich, dass neue Formen der Kooperation zwischen Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft geben wird." Vielfach arbeiteten etwa Umweltschutzorganisationen und Unternehmen gemeinsam an Lösungen.

dapd