Bundespräsident Christian Wulff hat für die Übernahme von mehr internationaler Verantwortung durch Deutschland geworben und vor dem Rückzug in eine Wagenburgmentalität gewarnt. Als Staatsoberhaupt halte er Kontakt in die ganze Welt und sehe, dass vieles nur international lösbar sei, sagte Wulff am Mittwoch in Hannover bei seinem offiziellen Antrittsbesuch in Niedersachsen.
Wulff warnt Deutsche vor Rückzug in Wagenburgmentalität
Hannover (dapd). Bundespräsident Christian Wulff hat für die Übernahme von mehr internationaler Verantwortung durch Deutschland geworben und vor dem Rückzug in eine Wagenburgmentalität gewarnt. Als Staatsoberhaupt halte er Kontakt in die ganze Welt und sehe, dass vieles nur international lösbar sei, sagte Wulff am Mittwoch in Hannover bei seinem offiziellen Antrittsbesuch in Niedersachsen. "Dafür möchte ich in der Bevölkerung werben, dass man sich jetzt nicht zurückzieht in eine Nische oder eine Wagenburgmentalität", betonte er.
Als Beispiele für nur international lösbare Probleme nannte der Bundespräsident die Bekämpfung des Terrorismus, die Friedenserhaltung, den Klimaschutz, die Energiepolitik und "die Währungsfragen und Eurofragen". Die alles gebiete, dass man auch bereit sei, Verantwortung zu übernehmen. "Die Erwartungen an Deutschland sind höher, als Deutschland sich bewusst ist und wir oft in der Lage sind, sie zu erfüllen", sagte er.
dapd