Die Tarifverhandlungen für die rund 160.000 Beschäftigten der deutschen Druckindustrie sind am Dienstag in Frankfurt am Main in die dritte Runde gegangen. ver.di fordert eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent für zwölf Monate sowie die Rückkehr zum von den Arbeitgebern gekündigten Manteltarifvertrag.
Dritte Runde
Frankfurt/Main (dapd). Die Tarifverhandlungen für die rund 160.000 Beschäftigten der deutschen Druckindustrie sind am Dienstag in Frankfurt am Main in die dritte Runde gegangen. ver.di fordert eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent für zwölf Monate sowie die Rückkehr zum von den Arbeitgebern gekündigten Manteltarifvertrag. Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) nannte diese Forderungen bislang "völlig überzogen", da die Branche derzeit "gravierende strukturelle Veränderungen" erlebe.
Der Verhandlungsführer der Druck-Arbeitgeber, Wolfgang Pütz, bedauerte, dass es bisher zu keiner Annäherung gekommen sei. Oberstes Ziel der Arbeitgeber sei es, mit einer Reform des Manteltarifvertrages die Branche zu stabilisieren und besser auf die Zukunft auszurichten. "Die Druckindustrie steht in einem zunehmenden Wettbewerb mit anderen Medienanbietern, und dies bei steigenden Rohstoff- und Energiepreisen sowie hohen technikbedingten Investitionen."
Die Betriebe benötigten daher dringend mehr Flexibilität, um den Anforderungen der Kunden besser gerecht zu werden. Der Verband fordert daher unter anderem eine flexible Öffnung der Arbeitszeit von der immer noch geltenden 35-Stunden-Woche auf bis zu 40 Stunden pro Woche sowie eine Abkehr von der Regel, dass die Maschinen nur von Fachkräften bedient werden dürfen.
dapd
