Wehrbeauftragter lobt Arbeit von Ex-Minister Guttenberg "Verkrustete Strukturen infrage gestellt"

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus (FDP), hat die Arbeit des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg gelobt. Der CSU-Politiker habe "Türen, die fest verrammelt waren, aufgestoßen", sagte Königshaus der "Leipziger Volkszeitung" (Dienstagsausgabe) laut Vorabbericht.

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"Verkrustete Strukturen infrage gestellt"

Leipzig (dapd). Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus (FDP), hat die Arbeit des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg gelobt. Der CSU-Politiker habe "Türen, die fest verrammelt waren, aufgestoßen", sagte Königshaus der "Leipziger Volkszeitung" (Dienstagsausgabe) laut Vorabbericht. Guttenberg habe es vermocht, mit einer großen Offenheit Fakten zu schaffen, "die vorher undenkbar waren". Zudem habe er "die verkrusteten Strukturen" überhaupt erst infrage gestellt.

Zu Guttenbergs Nachfolger im Verteidigungsressort, Thomas de Maizière, sagte Königshaus, der Minister versuche nun, "sehr sachgerecht, sehr konsequent, aber mit der nötigen Ruhe" neue Strukturen aufzubauen.

Königshaus sagte, die Truppe wünsche sich nach der geplanten Bundeswehrreform ein Jahrzehnt Reformpause, damit die Änderungen in Ruhe wirken könnten. Auch Kontinuität an der Spitze des Ministeriums täte der Armee gut. "Ein guter Minister sollte möglichst lange bleiben", sagte er.

Guttenberg, der die Reform angestoßen hatte, war nach einer Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit als Verteidigungsminister zurückgetreten. De Maizière übernahm das Ressort - und die Reformaufgabe. Er will sein Konzept am Mittwoch präsentieren.

dapd