Für Stabilisierungsmechanismus ausgesprochen Trittin fordert europäischen Währungsfonds

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin hat sich angesichts der Schuldenkrise in Europa für einen eigenen europäischen Stabilisierungsmechanismus ausgesprochen. "Wir brauchen im Prinzip einen europäischen Währungsfonds", sagte Trittin am Montag im ZDF-"Morgenmagazin".

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Trittin fordert europäischen Währungsfonds

Berlin (dapd). Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin hat sich angesichts der Schuldenkrise in Europa für einen eigenen europäischen Stabilisierungsmechanismus ausgesprochen. "Wir brauchen im Prinzip einen europäischen Währungsfonds", sagte Trittin am Montag im ZDF-"Morgenmagazin".

Wie notwendig eine solche Institution sei, zeige sich nach der Festnahme des IWF-Direktors Dominique Strauss-Kahn. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sei nun bei den für Montag anberaumten Beratungen über die Portugal-Rettung in seiner Handlungsfähigkeit stark geschwächt. Das sei schwerwiegend, da der IWF jeweils ein Drittel bis die Hälfte der Kredite bei der Euro-Rettung stelle, erläuterte Trittin.

Die Euro-Finanzminister sollten am Montag über Wege aus der europäischen Schuldenkrise beraten. Bei dem Treffen in Brüssel soll grünes Licht für das 78 Milliarden Euro schwere Hilfspaket für Portugal gegeben werden. Nachdem Finnland die Bereitschaft zur Rettungsmaßnahme zugesagt hat, galt die Billigung in der Euro-Gruppe als gesichert.

Offen war dagegen das Schicksal Griechenlands. Offiziell sollte auf dem Finanzministertreffen nur über eine Verlängerung der Kreditlaufzeiten sowie eine Senkung der Zinsen der bereits bewilligten Nothilfe verhandelt werden. Mehrere Euro-Politiker deuteten indes an, dass ein neues Hilfspaket notwendig sei.

dapd