Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Clemens Börsig reklamiert für sich die Entscheidung, den Nachfolger für Josef Ackermann zu bestimmen. "Das Heft hat der Aufsichtsrat, vor allem der Vorsitzende, voll in der Hand", sagte Börsig der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) laut Vorabbericht vom Samstag.
Börsig: Aufsichtsrat hat bei Ackermann-Nachfolge "das Heft in der Hand"
Frankfurt/Main (dapd). Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Clemens Börsig reklamiert für sich die Entscheidung, den Nachfolger für Josef Ackermann zu bestimmen. "Das Heft hat der Aufsichtsrat, vor allem der Vorsitzende, voll in der Hand", sagte Börsig der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) laut Vorabbericht vom Samstag.
Börsig trat damit dem Eindruck entgegen, Vorstandschef Ackermann suche sich seinen Nachfolger selbst - was dem Aktienrecht widerspricht, wonach der Aufsichtsrat Vorstände bestellt und abberuft. Aus dem Aufsichtsrat der Deutschen Bank sei wegen Börsigs angeblich zu passiver Rolle Kritik laut geworden, berichtete die "FAS". Börsig lasse es sich gefallen, dass Ackermann seinen Kandidaten Axel Weber in den Vordergrund schiebe, heiße es.
Ackermann selbst hatte zu früherer Gelegenheit gesagt, Börsig und er würden "gemeinsam die Nachfolge festlegen". Börsig sagte nun der "FAS", Ackermann könne sich "einbringen". "Wir wären töricht, wenn wir Herrn Ackermann nicht darum bäten, seine Expertise einzubringen", sagte er.
Ackermann selbst widerspricht in der "FAS" Berichten, er habe sich auf Weber als seinen Wunschkandidaten festgelegt. "Es war immer Teil meiner Führungsphilosophie, keine Präferenzen zu zeigen", sagte der Deutsche-Bank-Chef. "So halte ich es auch hier." Ackermanns Vertrag läuft noch bis Mai 2013.
dapd
