Potenzielle Investoren dementieren Kontakte Gerüchte über weitere chinesische Partner für Saab

Nachdem der Einstieg des chinesischen Fahrzeugbauers Hawtai beim angeschlagenen schwedischen Autohersteller Saab gescheitert ist, kochen Spekulationen über das Interesse anderer chinesischer Investoren hoch. Mehrere chinesische Autobauer dementierten am Freitag allerdings jedes Interesse und teilten mit, man stehe nicht in Verhandlungen mit dem niederländischen Mutterkonzern Spyker Cars.

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Gerüchte über weitere chinesische Partner für Saab

Shanghai (dapd). Nachdem der Einstieg des chinesischen Fahrzeugbauers Hawtai beim angeschlagenen schwedischen Autohersteller Saab gescheitert ist, kochen Spekulationen über das Interesse anderer chinesischer Investoren hoch. Mehrere chinesische Autobauer dementierten am Freitag allerdings jedes Interesse und teilten mit, man stehe nicht in Verhandlungen mit dem niederländischen Mutterkonzern Spyker Cars. Am Donnerstag hatte das Unternehmen bekannt gegeben, dass der Einstieg von Hawtai mit 150 Millionen Euro aufgrund fehlender Freigaben nicht zustande komme.

Spyker-Chef Viktor Muller sei nach Peking gereist, um mit potenziellen Investoren zu verhandeln, sagte Unternehmenssprecherin Gunilla Gustavs in Schweden. "Das Ziel sind zielgerichtete Verhandlungen, die bald zu einem Abschluss führen", sagte sie, ohne näher auf Einzelheiten einzugehen.

Bei der Great Wall Motor Company war er nach Unternehmensangaben nicht. "Um ehrlich zu sein, nein. Wir hatten keinen Kontakt", sagte Shang Yugui, Sprecher der Great Wall Motor Company am Freitag. "Ich habe meinen Boss gefragt und er hat Nein gesagt."

Die Unterstützung der Chinesen ist wichtig für die Umsetzung von Spykers Rettungsplan für Saab. Am 6. April musste der Autobauer die Produktion an dem Standort im schwedischen Trollhattan einstellen. Die Spekulationen um andere chinesische Partner hielten deshalb an.

Nach Ansicht einiger Analysten könnte BAIC Einspruch gegen einen Einstieg Hawtais bei Saab eingelegt haben, was das Pekinger Unternehmen aber dementierte. BAIC hat bereits Geschäftskontakte mit Saab, unter anderem ein Abkommen zur Technologienutzung.

Auch die Beijing Automotive Group und die Youngman Automobile Group dementierten Gerüchte über ihren Einstieg bei Saab. "Falls es wahr ist, ist es möglich, dass nur einige der Führungskräfte davon wissen und sonst niemand etwas gesagt wird", sagte Zheng Jianyou von Youngman. Es wäre nicht das erste international unbekannte chinesische Unternehmen, das bei einer bekannten westlichen Marke einsteigen will. Der Schwermaschinenhersteller Sichuan Tengshong bot für die Marke Hummer mit.

In einer Mitteilung vom Freitag bestritt Hawtai, dass die chinesische Regierung den Einstieg bei Saab verhindert habe. Das Scheitern sei auf finanzielle und ökonomische Umstände zurückzuführen. Man hoffe aber noch immer auf eine faire und langfristige Zusammenarbeit. Hawtai werde weiter mit Spyker verhandeln. "Saab braucht Hilfe und wir sind fest davon überzeugt, dass wir der beste Partner sind", teilte das Unternehmen mit.

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