Die baden-württembergische CDU will sich nicht länger von der FDP abhängig machen. "Wir brauchen uns nicht länger in eine babylonische Gefangenschaft zu begeben, sondern können uns koalitionsfähig mit allen demokratischen Parteien aufstellen", sagte Landtags-Fraktionschef Peter Hauk der "Financial Times Deutschland".
Südwest-CDU will "babylonische Gefangenschaft" mit FDP beenden
Hamburg (dapd). Die baden-württembergische CDU will sich nicht länger von der FDP abhängig machen. "Wir brauchen uns nicht länger in eine babylonische Gefangenschaft zu begeben, sondern können uns koalitionsfähig mit allen demokratischen Parteien aufstellen", sagte Landtags-Fraktionschef Peter Hauk der "Financial Times Deutschland". Mit der FDP gebe es gemeinsame Positionen in der Wirtschaftspolitik. "In der Gesundheits- und Sozialpolitik haben wir mehr Übereinstimmungen mit den Sozialdemokraten", sagte Hauk.
Nach dem beschleunigten Atomausstieg gebe es auch große Schnittmengen mit den Grünen. "Entscheidend sind die tatsächlichen Schnittmengen und nicht irgendwelche Farbenlehren", so der CDU-Politiker.
"Die FDP hat uns thematisch häufig verengt", sagte Hauk. So sei die CDU als zu marktradikal wahrgenommen worden. "Diese Verengung müssen und können wir jetzt aufbrechen." Konkret schlug er vor, bei der Leiharbeit gleichen Lohn für gleiche Arbeit festzulegen sowie den Widerstand gegen Mindestlöhne aufzugeben. Beides sei mit der FDP nicht zu machen gewesen. "Die ist in solchen Themen einfach zu orthodox", sagte Hauk.
dapd
