Die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, sieht das Urteil gegen den ehemaligen KZ-Wachmann John Demjanjuk als "Zeichen für den funktionierenden deutschen Rechtstaat". Von München gehe die "unmissverständliche Botschaft" in die Welt, dass die Täter des Holocausts für ihre Verbrechen belangt werden, sagte Knobloch am Donnerstag in München.
Knobloch sieht in Demjanjuk-Urteil ein wichtiges Signal
München (dapd). Die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, sieht das Urteil gegen den ehemaligen KZ-Wachmann John Demjanjuk als "Zeichen für den funktionierenden deutschen Rechtstaat". Von München gehe die "unmissverständliche Botschaft" in die Welt, dass die Täter des Holocausts für ihre Verbrechen belangt werden, sagte Knobloch am Donnerstag in München.
NS-Kriegsverbrecher wüssten nun, "dass sie zur Rechenschaft gezogen werden und dass sie sich für ihr Tun verantworten müssen".
Das Landgericht München hatte Demjanjuk zuvor wegen Beihilfe zum Massenmord an Juden im Vernichtungslager Sobibór zu fünf Jahren Haft verurteilt.
dapd
