Verantwortlichen für Holocaust-Verbrechen können immer noch zur Rechenschaft gezogen werden Simon Wiesenthal Center begrüßt Verurteilung Demjanjuks

Das Simon Wiesenthal Center hat die Verurteilung des ehemaligen KZ-Wachmanns John Demjanjuk zu fünf Jahren Haft begrüßt. Das Urteil des Münchner Landgerichts zeige eindrucksvoll, dass die Verantwortlichen für Holocaust-Verbrechen immer noch zur Rechenschaft gezogen werden könnten, auch wenn Jahrzehnte seit den Taten vergangen seien, so der Leiter des israelischen Wiesenthal-Büros, Efraim Zuroff.

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Simon Wiesenthal Center begrüßt Verurteilung Demjanjuks

Jerusalem (dapd). Das Simon Wiesenthal Center hat die Verurteilung des ehemaligen KZ-Wachmanns John Demjanjuk zu fünf Jahren Haft begrüßt. Das Urteil des Münchner Landgerichts zeige eindrucksvoll, dass die Verantwortlichen für Holocaust-Verbrechen immer noch zur Rechenschaft gezogen werden könnten, auch wenn Jahrzehnte seit den Taten vergangen seien, sagte der Leiter des israelischen Wiesenthal-Büros, Efraim Zuroff, am Donnerstag in Jerusalem.

Er sprach von einem "lang erwarteten Sieg für die Opfer, ihre Familien und Menschen mit einem Gewissen". Zuroff zufolge trägt das Urteil wahrscheinlich dazu bei, dass Anklagen gegen weitere NS-Verbrecher in Deutschland und anderen Staaten erheblich erleichtert werden.

Das Simon Wiesenthal Center mit seinem Hauptsitz in Los Angeles begreift sich als jüdische Menschenrechtsorganisation. Ihr Ziel ist es, Antisemitismus, Hass und Terrorismus zu bekämpfen und künftigen Generationen die Lehren aus dem Holocaust zu verdeutlichen.

dapd