Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer dringt auf ein Ende der Debatte über ein mögliches Comeback des zurückgetretenen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Seehofer sagte am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk, man solle Guttenberg jetzt "zur Ruhe kommen lassen".
Seehofer für Ende der Debatte um Guttenberg-Comeback
München (dapd). Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer dringt auf ein Ende der Debatte über ein mögliches Comeback des zurückgetretenen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Seehofer sagte am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk, man solle Guttenberg jetzt "zur Ruhe kommen lassen". Zu "gegebener Zeit" werde man "Gespräche führen, wie es denn insgesamt weitergehen kann". Dies werde jedoch "eine gewisse Zeit dauern".
Seehofer versicherte erneut: "Wir als CSU stehen zu Karl-Theodor zu Guttenberg." Das Urteil der Bayreuther Untersuchungskommission zur Plagiatsaffäre sei "mit Sicherheit belastend für die Familie, aber auch für uns als politische Freunde".
Die Universität Bayreuth hatte am Mittwoch den Abschlussbericht der Kommission "Selbstkontrolle in der Wissenschaft" vorgelegt. Darin kommt das Gremium zu dem Ergebnis, dass Guttenberg in seiner Doktorarbeit vorsätzlich getäuscht und abgeschrieben hat.
Guttenberg war Anfang März vom Amt des Verteidigungsministers zurückgetreten. Er räumte zwar gravierende Fehler in seiner Dissertation ein, bestritt aber eine bewusste Täuschung.
dapd
