Ein bundesweites Kontrollzentrum für die Überwachung rückfallgefährdeter Straftäter soll in Hessen entstehen. Der hessische Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) bestätigte hr-iNFO am Donnerstag, dass von dort aus Häftlinge kontrolliert werden sollen, die nicht in Sicherungsverwahrung müssen und eine elektronische Fußfessel tragen.
Bundesweites Zentrum zur Überwachung von Straftätern in Hessen
Frankfurt/Main (dapd). Ein bundesweites Kontrollzentrum für die Überwachung rückfallgefährdeter Straftäter soll in Hessen entstehen. Der hessische Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) bestätigte hr-iNFO am Donnerstag, dass von dort aus Häftlinge kontrolliert werden sollen, die nicht in Sicherungsverwahrung müssen und eine elektronische Fußfessel tragen. Man könne "über dieses Zentrum bundesweit jeden Straftäter beobachten, der eine solche Fußfessel trägt."
Hessen habe die technische Erfahrung und werde sie gerne federführend allen Bundesländern zur Verfügung stellen, sagte Hahn. Beschlossen werden soll die Einrichtung des Kontrollzentrums seinen Angaben zufolge in der kommenden Woche auf der Justizministerkonferenz in Halle. Die Sicherungsverwahrung für besonders gefährliche Straftäter muss nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts neu geregelt werden.
dapd
