Die Linke hat ihre Pläne für eine Reform der Pendlerpauschale konkretisiert. Künftig soll die Pauschale nicht mehr wie andere Werbungskosten von dem Einkommen abgezogen werden, das letztlich versteuert wird. Stattdessen sollen die Finanzämter, nachdem sie die Steuerschuld eines Arbeitnehmers berechnet haben, die Pauschale davon abziehen.
Linke will die Pendlerpauschale umstrukturieren
Berlin (dapd). Die Linke hat ihre Pläne für eine Reform der Pendlerpauschale konkretisiert. Künftig soll die Pauschale nicht mehr wie andere Werbungskosten von dem Einkommen abgezogen werden, das letztlich versteuert wird. Stattdessen sollen die Finanzämter, nachdem sie die Steuerschuld eines Arbeitnehmers berechnet haben, die Pauschale davon abziehen. Das geht nach Angaben vom Mittwoch aus einem Antrag an den Bundestag hervor, den die Linksfraktion am Dienstag beschloss. Damit will die Linke die Arbeitnehmer entlasten.
Pro Kilometer sollen Pendler künftig ihre Steuerschuld um 13 Cent mindern können. Das entspricht nach Berechnungen der Links-Fraktion der Steuerersparnis, die sich nach dem derzeit gültigen System für einen Durchschnittsverdiener ergäbe, wenn die Pendlerpauschale von 30 auf 45 Cent pro Kilometer angehoben würde.
Ziel sei es, die höhere Belastung von Pendlern durch die "rasant gestiegenen Kraftstoffpreise" auszugleichen und soziale Ungerechtigkeiten zu beseitigen, heißt es in dem Antrag. Wer wenig oder keine Lohnsteuer zahle, könne bislang im Gegensatz zu Spitzenverdienern seine Fahrtkosten nicht oder kaum von der Steuer absetzen. Künftig solle, wenn die Pauschale die Steuerschuld eines Arbeitnehmers übersteigt, der Differenzbetrag direkt an den Betroffenen ausgezahlt werden.
dapd
