Bundeskanzlerin verteidigt den Bau neuer Windräder und Stromtrassen Merkel nimmt steigende Energiepreise in Kauf

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt für die von ihr angestrebte Energiewende auch steigende Strompreise in Kauf.

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Merkel nimmt steigende Energiepreise in Kauf

Hamburg (dapd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt für die von ihr angestrebte Energiewende auch steigende Strompreise in Kauf. Gleichzeitig verteidigte sie den Bau neuer Windräder und Stromtrassen.

Ein schnellerer Ausstieg aus der Kernenergie führe durch den erforderlichen Neubau von Kraftwerken mit fossilen Brennstoffen zu einem erhöhten Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids, sagte Merkel der Wochenzeitung "Die Zeit" laut einer Vorabmeldung vom Mittwoch. Dies wiederum bedeute, "dass wir Wege finden müssen, um an anderer Stelle mehr einzusparen, um das auszugleichen".

Merkel versprach, die Bürger bald über die finanziellen Folgen der Energiewende zu informieren. Dabei schloss sie steigende Strompreise nicht aus. Mit den Schwankungen des Ölpreises könnten die Menschen heute leben, sagte Merkel. "Sie werden auch mit den Schwankungen beim Strompreis leben müssen, die sich aus veränderten Restlaufzeiten von Kernkraftwerken ergeben", fügte sie hinzu.

Zur Debatte über den Bau neuer Windrädern und Stromtrassen sagte Merkel: "Ich glaube nicht, dass unser Land viel weniger schön wird, nur weil wir Energie anders produzieren und den Strom auch durchleiten müssen." Man könne die zusätzlichen Windräder "teilweise entlang der Autobahnen, der großen Verkehrstrassen bauen. Hochspannungsleitungen können vielleicht zum Teil entlang der Eisenbahnstrecken geplant werden. Daran wird unser Land nicht zerbrechen, und es wird immer noch schön sein."

Allerdings werde sich mancherorts etwas ändern, kündigte Merkel an: "Mancher wird erleben, dass in der Nähe seines Wohnorts eine Leitung gebaut wird, wo vorher keine war." Das habe es zu allen Zeiten und in vielen Formen gegeben.

dapd