Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Bereitschaft signalisiert, die Kandidatur des italienischen Notenbankpräsidenten Mario Draghi für den Chefposten der Europäischen Zentralbank (EZB) zu unterstützten. "Ich kenne Mario Draghi. Er ist eine sehr interessante und erfahrene Persönlichkeit. Er steht unseren Vorstellungen von Stabilitätskultur und solidem Wirtschaften sehr nahe.
Merkel jetzt für Draghi als EZB-Präsident
Hamburg (dapd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Bereitschaft signalisiert, die Kandidatur des italienischen Notenbankpräsidenten Mario Draghi für den Chefposten der Europäischen Zentralbank (EZB) zu unterstützten. "Ich kenne Mario Draghi. Er ist eine sehr interessante und erfahrene Persönlichkeit. Er steht unseren Vorstellungen von Stabilitätskultur und solidem Wirtschaften sehr nahe. Deutschland könnte eine Kandidatur von ihm für das Amt des EZB-Präsidenten unterstützen", sagte Merkel der "Zeit" laut Vorabbericht vom Mittwoch.
Amtsinhaber Jean-Claude Trichet tritt im Herbst ab, Frankreich und Italien haben sich bereits hinter Draghi gestellt. Deutschland hatte sich aber zurückgehalten - unter anderem, weil es als schwierig zu vermitteln galt, einen Kandidaten aus einem hoch verschuldeten südeuropäischen Land an die Spitze der Institution zu befördern, die über den Euro wacht. Um den Posten zu bekommen, ist er auf die Zustimmung Berlins angewiesen.
Bereits vor kurzem hatte schon die größte deutsche Boulevardzeitung "Bild" ihre Position gewechselt und Draghi zum deutschen "Ehrenbürger" ernannt und ihm fotografisch eine Pickelhaube aufgesetzt.
dapd
