Bei den tariflich geregelten Ausbildungsvergütungen gibt es erhebliche regionale Unterschiede. Dies geht aus einer Auswertung ausgewählter Tarifverträge hervor, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung am Dienstag in Düsseldorf vorlegte.
Große regionale Unterschiede bei Ausbildungsvergütung
Düsseldorf (dapd). Bei den tariflich geregelten Ausbildungsvergütungen gibt es erhebliche regionale Unterschiede. Dies geht aus einer Auswertung ausgewählter Tarifverträge hervor, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung am Dienstag in Düsseldorf vorlegte.
"Neben bundeseinheitlichen Tarifverträgen gibt es solche mit starken regionalen Unterschieden, häufig verbunden mit einem West-Ost-, aber auch mit einem Süd-Nord-Gefälle", sagte WSI-Tarifexperte Reinhard Bispinck.
Lege man das dritte Ausbildungsjahr zugrunde, reichten die regionalen Differenzen bei den Vergütungen je nach Wirtschaftszweig von 78 bis zu 388 Euro im Monat. Stark sei der Unterschied beispielsweise im Bauhauptgewerbe. Die gewerblichen Auszubildenden erhielten dort im Westen 1.227 Euro, im Osten nur 950 Euro.
Darüber hinaus variieren laut WSI die Vergütungen je nach Ausbildungsjahr und Branche. Während ein Auszubildender im ersten Jahr im privaten Verkehrsgewerbe Thüringen 332 Euro verdiene, gebe es im Bauhauptgewerbe West im vierten Ausbildungsjahr 1.339 Euro.
Im vergangenen Jahr stiegen die Ausbildungsvergütungen überwiegend zwischen gut einem Prozent (öffentlicher Dienst) und rund sieben Prozent (Eisen- und Stahlindustrie NRW).
dapd
