Die Aktie gewann 1,1 Prozent auf 21,65 Euro Aareal Bank Gruppe verzeichnet bestes Quartalsergebnis seit 2008

Die Aareal Bank hat in den ersten drei Monaten dieses Jahres das beste Betriebsergebnis seit dem zweiten Quartal 2008 erzielt. Der Wiesbadener Immobilienfinanzierer steigerte sein Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal von 30 auf 47 Millionen Euro.

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Aareal Bank Gruppe verzeichnet bestes Quartalsergebnis seit 2008

Wiesbaden (dapd). Die Aareal Bank hat in den ersten drei Monaten dieses Jahres das beste Betriebsergebnis seit dem zweiten Quartal 2008 erzielt. Der Wiesbadener Immobilienfinanzierer steigerte sein Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal von 30 auf 47 Millionen Euro. Der Konzerngewinn nach Abzug der Nettoverzinsung der Stillen Einlage des Bankenrettungsfonds SoFFin verdreifachte sich auf 24 Millionen Euro, wie der MDAX-Konzern am Dienstag mitteilte.

Das Neugeschäft legte von Januar bis März um 0,1 auf 1,4 Milliarden Euro zu. Zu Gute kam der Bank dabei das Ausscheiden einiger Wettbewerber: Sowohl die WestLB-Tochter WestImmo als auch die Commerzbank-Tochter Eurohypo befinden sich in der Restrukturierung.

Der Zinsüberschuss der Aareal Bank AG stieg dank durchschnittlich höherer Margen im Kreditgeschäft um 15 Prozent auf 134 Millionen Euro. Die anhaltende wirtschaftliche Erholung schlug sich in einem Rückgang der Kreditrisikovorsorge auf 18 Millionen Euro nieder im Vergleich zu 32 Millionen Euro in den ersten drei Monaten 2010. Für das Jahr 2011 prognostiziert die Bank ein weiterhin steigendes Betriebsergebnis.

Der Aareal-Vorstandsvorsitzende Wolf Schumacher sieht die Bank "exzellent positioniert, um als einer der wenigen verbliebenen, international breit aufgestellten Anbieter in der Immobilienfinanzierung überproportional von dem sich weiter verbessernden Umfeld für die Immobilienwirtschaft zu profitieren".

Zurückgezahlt hat die Bank per Ende April wie angekündigt 75 Millionen Euro der Stillen Einlage des SoFFin. Jetzt steht das Institut noch mit 300 Millionen Euro bei dem Bankenrettungsfonds in der Kreide. Um diese Summe zu einem späteren Zeitpunkt ablösen zu können, werde keine weitere Kapitalerhöhung nötig sein, bekräftige das Management am Dienstag.

Bei Analysten kamen die Zahlen gut an. Die Bank sei vergleichsweise gut durch die Krise gekommen, hieß es. Die Aktie gewann bis 11.00 Uhr 1,1 Prozent auf 21,65 Euro.

dapd