Der Reisekonzern TUI hat die Belastungen aus den Umstürzen in den Badeländern Tunesien und Ägypten gut weggesteckt. Die Londoner Tochter TUI Travel, in der alle TUI-Reiseveranstalter zusammengefasst sind, verbesserte ihr Halbjahresergebnis zu Ende März um 5 Prozent auf einen operativen Verlust von umgerechnet 350 Millionen Euro.
TUI-Tochter steckt Belastungen aus Nordafrika gut weg
London (dapd). Der Reisekonzern TUI hat die Belastungen aus den Umstürzen in den Badeländern Tunesien und Ägypten gut weggesteckt. Die Londoner Tochter TUI Travel, in der alle TUI-Reiseveranstalter zusammengefasst sind, verbesserte ihr Halbjahresergebnis zu Ende März um 5 Prozent auf einen operativen Verlust von umgerechnet 350 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um ebenfalls 5 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro, wie TUI-Travel am Dienstag in London mitteilte.
Bei Pauschalreiseveranstaltern sind Verluste in der Wintersaison normal: Die Anbieter müssen Vorleistungen für die Sommersaison bezahlen. Die Gewinne fallen im Sommer an.
TUI Travel führte die besseren Zahlen auf Fortschritte bei der Firmensanierung zurück sowie auf bessere Absätze in Skandinavien und bei der Fluglinie Corsair.
Für den Sommer erwartet TUI Travel ein besseres Geschäft als letztes Jahr: In allen Regionen liegen die gebuchten Umsätze über dem Stand zur selben Zeit des Vorjahres. Für Deutschland liegen die Buchungen sogar 12 Prozent höher.
TUI Travel gehört zu 55 Prozent der TUI-Muttergesellschaft, den Rest halten Fonds und andere Investoren. Branchenbeobachter rechnen damit, dass die TUI-Zentrale in Hannover den Anteil aufstocken wird, wenn demnächst Erlöse aus dem Verlauf der TUI-Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd fließen.
dapd
