Den Zögerern in der Politik warf er vor, geistig noch zur sehr an der Kernkraft zu hängen Söder beharrt auf konkretem Atomausstiegs-Datum

Bayerns Umweltminister Markus Söder beharrt auf dem konkreten Atomausstiegs-Datum bis 2020, allerspätestens bis 2022. Den Zögerern in der Politik warf er vor, geistig noch zur sehr an der Kernkraft zu hängen. Dem "Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung" (Dienstagausgabe) sagte der CSU-Politiker, Bayern verfüge über besonders viel Kernenergie.

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Söder beharrt auf konkretem Atomausstiegs-Datum

Straubing (dapd). Bayerns Umweltminister Markus Söder beharrt auf dem konkreten Atomausstiegs-Datum bis 2020, allerspätestens bis 2022. Den Zögerern in der Politik warf er vor, geistig noch zur sehr an der Kernkraft zu hängen. Dem "Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung" (Dienstagausgabe) sagte der CSU-Politiker, Bayern verfüge über besonders viel Kernenergie. "Daher müssen wir uns besonders anstrengen, um am Ende nicht nur ein ökologisches Musterland, sondern auch in der Stromversorgung nahezu energieautark zu werden."

Erforderlich sei es, jetzt einen Termin festlegen, um die Rahmenbedingungen für den Ausstieg sauber zu definieren, fügte Söder hinzu. "Keiner wird investieren, wenn er nicht genau weiß, von welchen Zeiträumen er ausgehen muss."

Auf die Frage nach den größten Bremsern bei der Energiewende sagte Söder, im "politischen Bereich" hänge "mancher noch sehr an der Kernenergie." Er persönlich habe auch daran geglaubt ­ aber der Atomunfall von Fukushima sei für ihn ein entscheidender Einschnitt gewesen. "Mein Urvertrauen in diese Technologie ist erschüttert. Ich werbe dafür, den Umstieg auf erneuerbare Energien noch stärker zu beschleunigen."

dapd