Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach, hat den Beauftragten für die Stasi-Unterlagen gegen Kritik eines Ausschusskollegen verteidigt. Die Vorwürfe des SPD-Innenexperten Dieter Wiefelspütz gegen Roland Jahn seien "im Stil nicht akzeptabel und in der Sache völlig abwegig", sagte der CDU-Politiker am Montag dem Online-Portal "Bild.de".
Innenausschuss-Chef Bosbach verteidigt Stasi-Beauftragten Jahn
(dapd). Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach, hat den Beauftragten für die Stasi-Unterlagen gegen Kritik eines Ausschusskollegen verteidigt. Die Vorwürfe des SPD-Innenexperten Dieter Wiefelspütz gegen Roland Jahn seien "im Stil nicht akzeptabel und in der Sache völlig abwegig", sagte der CDU-Politiker am Montag dem Online-Portal "Bild.de". Man könne "über Inhalt und Stil dieser Äußerung im Ausschuss nicht einfach zur Tagesordnung übergehen".
Wiefelspütz hatte Jahn am Wochenende die Eignung für sein Amt abgesprochen. Der Stasi-Beauftragte habe "Schaum vorm Mund", sagte der SPD-Politiker dem "Focus". Er bezeichnete Jahn als "Eiferer".
Hintergrund ist Jahns Vorstoß, ehemalige Stasi-Mitarbeiter, die in seinem Haus tätig sind, in andere Bundesbehörden zu versetzen. Bosbach sagte, man müsse die Dinge auch einmal aus der Opferperspektive sehen: "Da sind jetzt ehemalige Träger des DDR-Regimes bei der Behörde zur Aufarbeitung beschäftigt." Jahn suche nach "einem anständigen Weg", diesen Zustand zu beenden. Er sei "in hohem Maße" für sein Amt geeignet und habe einen Anspruch darauf, vor Vorwürfen wie denen von Wiefelspütz in Schutz genommen zu werden, sagte Bosbach.
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